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Der Ring (L anello)

„Mutter, ich geh‘ in die Welt“, sagte ein armer J „in der Heimat komm‘ ich ohnehin auf keinen gr Zweig und gelte bei den Leuten nichts. Aber ich will mir Geld verdienen und dann, M sollen f dich auch noch bessere Tage anbrechen.“

So sprach er und ging. Er kam in eine Stadt und wie er so durch die Strassen schlenderte, sah er ein altes Weibchen, die kam durch ein Bergg herauf und keuchte unter den schweren Wassereimern, die sie an einer kurzen Stange auf einer Achsel trug. Da ging er hin und sagte: „Gebt mir das Wasser zu tragen, Ihr m ja unter der Last schier erliegen.“ Und er trug ihr das Wasser in ihr kleines H die Stiege hinauf bis in die K Die Alte dankte ihm und fragte: „Was kann ich dir nur zum Lohne geben?“ Er aber erwiederte: „Ein so kleiner Dienst ist ja keines besondern Lohnes werth, ich hab’s Euch ja mir zu Gefallen gethan.“ Die Alte liiess ihn warten, ging und kam mit einem unscheinbaren Ringe zur den steckte sie ihm an den Finger und sagte: „Das ist ein kostbarer Ring; so oft du ihn drehst und ihm befiehlst, was du nur willst, wird es geschehen. Aber sieh ja zu, dass er dir nicht entwendet werde, sonst bist du verloren. Darum geb‘ ich dir gleich auch einen meiner Hunde und eine meiner Katzen mit; vielleicht k sie dir helfen, wenn du in die Noth [Not] kommst.“

Der J dankte und ging, aber er hatte so wenig Vertrauen auf den Ring, dass er nicht einmal einen Versuch damit machte; „die Alte hat gefaselt“, dachte er sich. Er ging wieder aus der Stadt hinaus und Hund und Katze liefen neben ihm her; das liess er gern geschehen, spielte mit ihnen und liess sie viele Spr machen. So kam er in einen Wald, da wurde es Nacht und er musste dort bleiben; Hund und Katze aber legten sich neben ihn. Bald fing er an grossen Hunger zu versp da fiel ihm der Hing am Finger ein und er dachte sich, ein Versuch k ihm ja nicht schaden. Er drehte also den Ring und sagte: „Ich befehle dir, dass du mir zu essen und zu trinken herbeischaffest!“ Und im Nu stand ein mit Speisen und Getr aller Art beladener Tisch vor ihm; da griff er erfreut zu und liess sich’s schmecken und Hund und Katze frassen auch mit. Nun glaubte er an die Wunderkraft des Ringes und als er gegessen hatte, streckte er sich wieder auf den Rasen hin und sann nach, was er nun Alles anfangen wolle. Tausend Gedanken fuhren ihm durch den Kopf, bald gedachte er sich eine Menge von Gold und Silber, bald Wagen und Pferde zu w und so verdr immer ein Wunsch den andern. „Da m ich n werden“, rief er endlich ganz erm aus, „aber ich habe oft geh dass die Leute im Gl den Kopf verl und ich will den meinen oben behalten. Also f heute nichts mehr, morgen will ich schon sehen.“ Er legte sich auf die Seite und schlief bald fest und s die beiden Thiere [Tiere] aber legten sich ihm eines zu H das andere zu F und wachten bei ihm.

Als er am Morgen erwachte, schien bereits die liebe Sonne durch die hohen gr Baumwipfel herein, es wehte ein frisches L die V sangen auch schon alle und ihm selbst war alle M vergangen. „Da w du ein Narr“, sagte er zu sich selbst, „und gingest nicht zu Fusse, wo Alles so sch und herrlich ist!“ Und er ging durch Wald und Wiese und Felder, bis er zu einem grossen Palaste kam; da sass eben ein wundersch M am Fenster und blickte nicht unfreundlich auf den jungen Wanderer, wie er so des Weges kam und Hund und Katze neben ihm herliefen. Er aber blickte auch hinauf und hatte den Ring behalten, das Herz aber verloren. Er ging noch eine Strecke f dann drehte er den Ring und sagte: „Ich befehle dir, dass du mir jenem Palaste gegen einen noch sch Palast mit allem Zubeh hinstellest.“ Und im Nu stand der Palast da und war noch viel sch und gr als der andere, darin war er selbst und Hund und Katze waren auch bei ihm. Nun stand er auch oft am Fenster und sah zu seiner Nachbarin hin aber er seufzte nicht lange, sondern ging selbst hin und warb um ihre Hand. Sie und ihre Aeltem gaben ihm die Zusage und schon nach wenigen Tagen wurde die Hochzeit gehalten.

Als sie in der ersten Nacht beisammen waren und traulich kosten, stellte sie an ihn die Frage, wie denn sein Palast so pl hier entstanden w Er meinte, vor seiner Frau brauche er kein Geheimniss zu haben und erz ihr die ganze Geschichte vom Ringe. Als er aber schlief, zog sie ihm heimlich den Ring vom Finger; dann stand sie auf, befahl allen Dienern den Palast sogleich zu verlassen und ging wieder in das Haus ihrer Aeltern. Dort drehte sie den Ring und sprach: „Ich befehle dir, dass du den Palast dort auf die h steilste Spitze jenes Berges stellest!“ Als sie hin sah, war der Palast schon verschwunden, als ob er nie dagewesen w

Der J war nicht wenig erstaunt, als er am Morgen erwachte und sich in seinem Palaste auf der h Spitze eines Berges befand. Er rief nach den Leuten, aber es kam Niemand; nur Hund und Katze waren da. Als er auch noch bemerkte, dass ihm der Ring fehle, begriff er sogleich den ganzen Hergang der Sache und den sch boshaften Verrath,
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den seine junge Frau an ihm ge aber es war ihm ein schlechter Trost. Er ging um zu sehen, ob er nicht vom Berge herabsteigen k aber es war nicht m die Lebensrnittel im Palaste reichten nur auf ein paar Tage zu und so kam ihm bald der schreckliche Gedanke, er werde hier sterben m

Als der Hund und die Katze ihren Herrn so traurig sahen, traten sie vor ihn und der Hund sagte: „Verzagt noch nicht, ich und die Katze wollen uns wol einen Weg aufsp , auf dem wir durch das Gekl niedersteigen k und wollen sehen, dass wir Euern Ring wieder erlangen.“ „Thut dies, liebe Thiere“, sagte der J „ihr seid noch meine einzige Hoffnung, sonst st ich mich lieber diese Felsen in die Abgr eh‘ ich Hungers st

Hund und Katze gingen, liefen hin und her, kletterten und sprangen und kamen so gl hinab. Als sie in der Ebene waren, mussten sie einen Fluss; da nahm der Hund die Katze auf den R und schwamm hin So kamen sie zum Hause der treulosen Frau, da war es schon Nacht und Alles lag im tiefsten Schlafe. Sie schlichen beim Thore hinein; dann sagte die Katze zum Hunde: „Nun bleib du hier und gib fleissig auf das Thor Acht; ich will hinauf und sehen, was sich thun l Nun schlich sie die Stiegen hinauf bis vor das Zimmer, wo die treulose Frau schlief, da aber war die Th gesperrt und sie konnte nicht hinein. Wie sie so davor sass und nachdachte, was sie etwa thun k kam eine grosse Maus und die Katze fing sie ; die Maus aber bat flehentlich , sie m ihr doch das Leben schenken. „Das will ich“, sagte die Katze, „aber du musst hier ein Loch in die Th nagen, dass ich hinein kann.“ Die Maus fing sogleich an zu nagen; sie nagte lange, endlich aber waren ihr alle Z stumpf und das Loch war doch so klein, dass sie nicht einmal selbst, geschweige die Katze hinein konnte. Da sagte diese zur Maus: „Hast du Junge?“ „Ei, freilich“, antwortete sie, „hab ich deren sieben oder acht und es sind recht muntere Dinger.“ „Geschwind hol‘ eines“, sagte die Katze und die Maus lief und kam bald mit einem Jungen zur Nun sagte die Katze zu diesem: „H Kleine, sei gescheidt, so rettest du deiner Mutter das Leben. Lauf in das Zimmer hinein in’s Bett der Frau und zieh‘ ihr den Ring ab, den sie am Finger tr Das M lief hinein, aber bald kam es zur und sagte: „Sie hat den Ring nicht am Finger.“ „Sie hat sie ihn im Munde“, sagte die Katze; „darum geh wieder hinein und schlag‘ ihr mit dem Schweife auf die Nase, dann wird sie den Mund und der Ring f heraus, den nimm und bring ihn schnell heraus.“ Das M gehorchte und es geschah richtig Alles so, wie es die Katze gesagt hatte; bald war es mit dem Ringe da. Die Katze nahm ihn und sprang in grossen S die Stiege hinab. „Hast du den Ring?“ fragte der Hund. „Ei freilich hab‘ ich ihn“, sagte die Katze und sie sprangen beim Thore hinaus uud liefen weiter; insgeheim aber sich der Hund, dass nicht er der Gl sei. Sie kamen zum Flusse; da sagte der Hund: „Gib mir den Ring, so trag‘ ich dich hin Die Katze aber wollte nicht und w sie so stritten, entfiel der Katze der Ring und sank in’s Wasser; da war schon ein Fisch, der darnach schnappte, allein eben so schnell schnappte der Hund nach dem Fische und so kam er zum Ringe. Nun trug er die Katze hin aber sie stritten doch wieder, bis sie zu ihrem Herrn kamen. „Habt ihr den Ring?“ fragte dieser hastig und der Hund legte denselben vor ihm nieder mit den Worten: „Da bring‘ ich ihn.“ Und die Katze fiel schnell ein: „Nein, ich habe den Ring geholt und der Hund hat ihn mir gestohlen.“ Da sagte der J „Meine Lieben, streitet nicht lange, ihr seid mir beide gleich lieb und theuer.“ Und er streichelte mit der einen Hand den Hund und mit der andern die Katze; da freuten sich die beiden Thiere und waren wieder gute Freunde.

Der J ging mit ihnen in den Palast; dort drehte er den Ring am Finger und sprach: „Ich befehle dir, dass mein Palast dort unten stehe, wo meine treulose Frau ist und dass sie und ihr Palast hier oben seien, wo ich jezt bin.“ In wenigen Augenblicken war es geschehen, sein Palast stand unten in der sch Ebene, der ihrige aber oben auf dem hohen steilen Felsen und sie war selbst auch darin.

Nun liess er auch seine Mutter kommen und bereitete ihr seinem Versprechen gem ein gl Alter;
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auch gegen die zwei Thiere blieb er dankbar und hielt sie gut.