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Alle Unkenntlichmachungen in diesem Beitrag stammen von uns.

Als BILDblogger schaut man jeden Tag in die Abgründe des Journalismus, aber es gibt Tage, an denen vor lauter Abgründen kaum noch Journalismus zu sehen ist. Gestern war so ein Tag. Bei Focus Online“ über 20.

Das ist eine dieser furchtbaren Eigenarten des deutschen Onlinejournalismus: Dass die Portale in den ersten Stunden nach solchen medialen Großereignissen alles rausjagen, was sie in die Finger kriegen, egal, wie irrelevant, spekulativ oder nichtssagend die Nachricht“ auch sein mag. Hauptsache Content. Hauptsache Klicks.

Letztere Nachricht“ wurde allerdings von niemandem so schamlos fürs Clickbaiting missbraucht wie von Focus Online“ und Huffington Post“:

wie blöd geklickt werden: Einer der Artikel, die in den sozialen Netzwerken gestern am meisten herumgereicht wurden, war: Rapper Moneyboy verhöhnt 4U9525 Absturz“ selbstverständlich erschienen bei Focus Online“.

Selbst das Alter der abgestürzten Maschine wurde von einigen Medien als (erschreckende) Sensation verkauft:

Besonders problematisch wird diese gedankenlose Veröffentlichungswut dann, wenn Gerüchte genauso behandelt werden wie gesicherte Fakten. Frank Schneider etwa, NRW Chefreporter der Bild“ Zeitung, twitterte gestern Nachmittag, dass unbestätigten Informationen“ zufolge zum Zeitpunkt des Absturzes ein starkes Gewitter über der Region getobt“ habe. Was Bild“ dann auch gleich wieder vertwitterte

natürlich ohne auf den eigenen Fehler hinzuweisen.

Es sind vor allem diese halbgaren, nicht überprüften Informationen, die die unnötige Sensationsgier befeuern. Lieber schnell was Falsches rauskloppen, das man später lautlos kassieren kann, als sich Ewigkeiten um bestätigte Inhalte zu bemühen.

Aber es gibt auch positive Beispiele.

So dauert es zwar deutlich länger, bis man seine Leser mit Informationen versorgen kann, aber Journalismus braucht eben manchmal Zeit. Das vergessen seine Macher und seine Nutzer gerade in solchen Situationen leider viel zu oft.

Gegen 13 Uhr tauchten dann die ersten Fotos von Angehörigen auf. Ganz vorne mit dabei, mal wieder: Frank Schneider, NRW Chefreporter der Bild“ Zeitung.

Immerhin: Die Gesichter waren nicht zu erkennen. Noch nicht. Ohne Quellenangabe. Und ohne Verpixelung.

Ohnehin gab es gestern viel Kritik an der Berichterstattung der Medien, vor allem, wenn es um Fotos von trauernden Angehörigen ging. Und in manchen Fällen brachte es tatsächlich etwas: RP Online“ zum Beispiel hatte zunächst eine 14 teilige Klickstrecke von trauernden Angehörigen veröffentlicht (deren Gesichter immerhin verpixelt waren), doch nachdem sich einige Leser massiv beschwert hatten, nahm das Portal die Strecke wieder offline.

Eine Praxis, wie sie für Burdas Journalismusimitationsportale Focus Online“ und Huffington Post“ natürlich niemals infrage käme. Bei Focus Online“ sind die unverpixelten Angehörigen auch heute noch zu sehen:

Und bei der Huffington Post“ hatten sie nicht mal ein Problem damit, die weinenden Gesichter fast über die gesamte Breite der Startseite zu legen:

Darunter sah es übrigens ungelogen so aus:

Da wundert es auch nicht, dass sich die Mitarbeiter von Huffpo“ und Focus Online“ sofort auf jeden stürzten, der auch nur annähernd möglicherweise irgendwen kennen könnte, der vielleicht fast im Flugzeug gesessen hätte:

Aber nochmal zurück zu den Fotos von trauernden Angehörigen. Auch in vielen sogenannten seriösen Medien waren gestern etliche (Bewegt )Bilder von weinenden Menschen zu sehen, in den meisten Fällen ohne jede Unkenntlichmachung.
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